Bielefeld bis Stuttgart

Vom 27.03.04 - 03.04.04 haben wir eine kleine Deutschlandrundreise unternommen. Das Wetter war die komplette Zeit wunderschön. Vom Gefrierpunkt bis 20 ° C Plus war alles dabei aber immer bei Sonnenschein.

Los ging die Tour in Bielefeld. Dort waren wir auf einem Familienfest und haben von der Stadt wenig gesehen. Sonntags sind wir dann in die nahegelegene Stadt Detmold und haben uns das Hermannsdenkmal angesehen. Hoch auf dem Berg des Teutoburger Waldes steht er als eine 53 m hohe Statue. Es ist ein sehr beeindruckendes Bauwerk. An diesem Tag ging es dann noch weiter bis nach Homberg an der Efze. Ich hatte vorher noch nicht davon gehört. Aber Christian als Burgenfan hatte den kleinen Ort mit seiner Burg entdeckt. An einen Berg schmiegt sich Homberg. Unser Stellplatz befand sich auf der anderen Talseite ebenfalls an einem Hang. So hätten wir laut Stellplatzatlas einen schönen Blick auf die Burg gehabt. Hätten ... Leider war der Stellplatz direkt an einer Schnellstraße, die durch eine Schallschutzmauer vom Platz getrennt war. Dafür war der Platz, obwohl mit Strom, völlig kostenlos. Wir haben uns das hübsche Fachwerkstädtchen angeschaut.

Wir hatten diese Woche viel vor, deshalb ging es weiter Richtung Süden zunächst nach Eberbach am Neckar. Ebenfalls ein hübsches Fachwerkstädtchen. Womos dürfen kostenfrei direkt am Fluss stehen. Heute war der erste richtig warme Tag. Die Menschen saßen schon alle in den Straßencafe’s. Viele Blumen blühten schon und es war richtig schön. Abends hatten wir über dem Neckar einen sehr schönen Sonnenuntergang.

Unser erstes richtiges Ziel sollte aber Rastatt sein. Dort haben wir Christians Tante besucht, die dort alleine lebt. Der nächste Höhepunkt war dann Stuttgart.

Stuttgart Zentrum ist mit seinen beiden Schlössern und dem riesigen Park wirklich eine sehr schöne Stadt. Der Park geht bis Bad Cannstadt und beherbergt die Wilhelma, den Zoo- und Pflanzenpark von Stuttgart. Wir spazierten durch den Park und mussten gleich erste Hilfe für zwei Entenbabies leisten. Der Park wird von Wassergräben durchzogen. Ab und zu werden die Gräben von kleinen Mauern voneinander getrennt. Das wurde den Rackern zum Verhängnis. Mama und sechs Geschwister waren auf der einen Seite, die zwei (wahrscheinlich neugierig gewesen) auf der anderen Seite. Wie sollten die Kleinen da nur wieder rüber. Fliegen ging noch nicht. Springen funktionierte auch nicht. Was also tun, die Mauer schien unüberwindbar (ca. 10 cm hoch). Heldenhaft haben wir den armen Dingern geholfen. Das hätte wirklich dramatisch enden können.

 Die Einkaufsmöglichkeiten sind auch nicht zu verachten. Empfohlen sei die ca. 100 Jahre alte Markthalle. Hier gibt es jede Delikatesse dieser Welt. Aus allen Herren Ländern gibt es Stände, die ihre Ware feilbieten.

Für Womofahrer ist Stuttgart nicht so geeignet. Einen Stellplatz sucht man vergebens. In Bad Cannstadt gibt es aber einen Campingplatz. Dort haben wir 2 Tage gewohnt. Das war so ziemlich der schlechteste Campingplatz, den ich je gesehen habe. Er liegt genau am Festplatz der Cannstadter Wasen. Gut, dass die Frühlingskirmes erst am 10.04. begann. Auf dem Platz steht man dicht an dicht. Die Duschen sind kalt, die WCs schmutzig. Der einzige Vorteil ist die Zentrumsnähe. In ca. 10 Minuten ist man an der Bahnstation. Das Gruppenticket für einen Tag kostet 8 Euro. Mit diesem Ticket kamen wir am Abend auch in das SI-Erlebniszentrum. Dort hatten wir Karten für “Phantom der Oper”. Das SI hält, was es verspricht. Hier gibt es zwei Theater für Musicals, ein Kino, jede Menge Fresstempel und viel zu sehen. Das “Phantom” war natürlich ein Traum. Sehr empfehlenswert!

Der letzte Punkt der Reise war Speyer. Dort waren wir weniger wegen der Stadt, die im übrigen auch sehr hübsch ist, als vielmehr zum Besuch des Technikmuseums. Direkt am Museum gibt es einen Stellplatz. Dieser Platz kostet 18 Euro. Dafür hat man Strom, die Ver- und Entsorgung und WC mit Dusche. Man steht auf einer ebenen Wiese. Leider direkt neben einem Flugplatz, der aber nur tagsüber zu hören ist. Man bekommt bei der Anmeldung einen Gutschein für das Technikmuseum, man bezahlt dann 2 Euro weniger Eintritt. Das Museum ist genial. In einer großen Halle werden betagte Autos, Eisenbahnen, Flugzeuge und Spielorgeln gezeigt. Auf dem Freigelände stehen Flugzeuge und U-Boote, die man besichtigen kann. Der Star ist sicher die Boing 747 der Lufthansa. Sie steht auf ellenlangen Stützen und sieht aus, als ob sie fliegt. Über lange Treppen erreicht man den Vogel, den man von innen anschauen kann. Man kann sogar einen Flügel besteigen. Ganz mutige können abwärts einen Tunnel hinabrutschen. Es gibt noch eine Modellbausstellung und eine Marinebauausstellung. Auf einem angrenzenden Gelände steht der alte Wilhelmsbau. Dieser beherbergt alte Musikspielautomaten und eine Spielzeug- und Modeausstellung. Das ist auch für etwas weniger technikbegeisterte sehenswert. Ein weiteres Highlight des Museums ist das Imax-Kino. Es besteht aus einer riesigen Kuppelleinwand. Wir haben einen Film über Korallenriffe gesehen. Man kam sich vor, als wenn man selber taucht, sensationell.

Man kann sagen, dass wir mal wieder einen sehr abwechslungsreichen Urlaub gemacht haben.

Gallerie Technikmuseum
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