Kroatien

Kroatien sollte unser Ziel im Sommer 2001 sein. Aufmerksam wurden wir auf der Messe in Essen im Frühjahr. Wir ließen uns Zeit und brauchten daher 4 Tage bis Umag im Norden Kroatien. Der 1. Campingplatz lag etwa 5 KM südlich von Umag direkt an der steinigen Küste. Leider gab es keine Plätze mehr unter den schattigen Bäumen. Aber dank unserer Markise ließ es sich aushalten. Das Wasser war wunderbar klar und warm.

Was uns an Kroatien nicht gefiel um diese Jahreszeit, war die extreme Hitze. Wir sind ja eigentlich sehr unternehmenslustig, aber hier waren wir zum Müßiggang verurteilt. Linda verbrachte 2/3 des Urlaubs unter dem Wohnmobil. An einem Tag wagten wir den Gang nach Umag. 5 KM durch brütende Hitze hin und wieder zurück. Das war eine Strapaze, da nutzte auch der große Eisbecher in Umag nicht viel. Das Städtchen ist jedoch sehr hübsch. Es schmiegt sich in U-Form um den Hafen.

Nach 4 Tagen zog es uns weiter. Wir folgten Istriens Küste bis an die Südspitze. Unterwegs besuchten wir die Städte Novigrad und Rovinj. Das Städtchen Rovinj ist mit 12.000 Einwohnern verhältnismäßig groß und wurde von Römern gegründet. Trotz der Hitze erklommen wir die Altstadt um die tolle Kirche zu besuchen. Außerdem hatten wir von hier oben einen atemberaubenden Blick über die Küstenlandschaft mit ihren kleinen Inselchen im Meer. Den Berg abzusteigen war schwer, da das Kopfsteinpflaster wie blank gescheuert wirkt und daher sehr glatt ist.

Auf der Fahrt hielten wir noch am Limski-Fjord, ein Meereseinschnitt, der 10 KM ins Landesinnere ragt. Wer auf Austern steht, bekommt sie hier fangfrisch und sehr preisgünstig.

Der Campingplatz lag an der Südspitze Istriens in der Stadt Medulin. Ein Wahnsinnsplatz! Vom Eingang bis zum Ende maß der Platz 3 KM und lag auf zwei Halbinseln. Mehrere Restaurants und Geschäfte, Obststände und eine kleine Kirmes gab es. Trotz der Massen hatten wir einen tollen, recht ruhigen Stellplatz unter Bäumen, ca 50 M vom Strand entfernt. Linda hatte einen eigenen Hundestrand und eine Dusche. Medulin war fußläufig zu erreichen und bot angenehme Abendunterhaltung. Wir genossen das angenehme Leben, bis es uns nach mehreren Tagen wieder weiterzog.

 Zunächst besuchten wir Pula, die Hauptstadt Istriens. Hier gibt es ein großes Kolosseum, welches vom römischen Kaiser Claudius von 30 vor bis 72 nach Christus erbaut wurde. Es fasste damals 23.000 Menschen. Pula selbst ist eine quicklebendige Stadt, in der es viel zu sehen gibt. Wir fuhren an der Küste weiter bis zum Fähranleger zur Insel Cres. Cres ist etwa 90 KM lang und sehr schmal. Die Landschaft ist extrem karg und nicht sehr ansprechend. Dafür hat man schöne Ausblicke aufs Meer. Warum wir unbedingt zum südlichsten Campingplatz mussten, weiß ich auch nicht so genau. Es war eine lange und kurvenreiche Fahrt bis zum Ort Mali Losinj. Wie man das richtig ausspricht ist uns leider verborgen geblieben. Die Insel war hier so schmal, dass der Campingplatz an beiden Seiten am Meer lag. Lange blieben wir hier nicht, da es keinen Platz für Linda gab. Wir konnten nur mit ihr an einer vielbefahrenen Straße spazieren gehen. Ins Wasser konnte sie hier gar nicht. Daher zogen wir rasch weiter.

Die Insel halb zurück, mit Besuch der schönen Inselhauptstadt Cres und weiter zur Fähre nach Krk. Hier wurde viel für Touristen getan. Wir hatten einen schönen Platz in Punat. Hier gibt es malerische Badebuchten und so kam auch Linda auf ihre Kosten.

Heimwärts ging es dann über Slowenien, Italien und Österreich. Wir hatten einen geruhsamen, sehr warmen Urlaub. Noch mal werden wir wohl nicht hinfahren, da wir lieber in nördliche Länder mit spektakuläreren Landschaften fahren. Sonnenanbetern können wir Kroatien aber sehr empfehlen.

 

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