Heimat bis  Limfjord

Diesmal hieß unser Ziel Dänemark. Wir hatten vor bis Skagen in der Nordspitze zu fahren, und zwar an der Westküste entlang, um dann an der Ostküste wieder in den Süden zu fahren. Über den kleinen Belt (Brücke) sind wir dann nach Fünen gefahren, wo wir vor 10 Jahren auch schon mal Urlaub gemacht haben und über den großen Belt (Brücke) nach Seeland und Falster. Von Gedser ging es per Fähre nach Rostock.

Am ersten Tag hatten wir schon in unserem Dorf die erste Panne. Es konnte also nur besser werden. Nachdem wir getankt haben, ließ sich unser Womo nicht mehr starten. Irgendwie war die Batterie defekt (warum auch immer). Jedenfalls konnten wir mit einer Stunde Verspätung doch noch starten. Wir nahmen es als gutes Omen und ließen uns unsere Laune nicht verderben. Es war schon Mittag, aber wir haben unser erstes Etappenziel Schleswig am frühen Abend doch noch erreicht.

Schleswig ist ein wirklich sehenswertes Örtchen. Die kleinen blumengeschmückten Häuser in der Altstadt sind so romantisch, dass man ins Träumen gerät. Wir standen direkt am Hafen für die Nacht, dass war zwar kostenpflichtig im Gegensatz zu anderen Stellplätzen, aber wir lieben nun mal die schönen Aussichten. Das Wetter war so toll, dass wir am nächsten Tag zu einer Schleitour aufbrachen. Auf der nördlichen Seite der Schlei sind wir bis zu dem netten Städtchen Kappeln gefahren und haben es besichtigt. Die Schleigegend ist wirklich einen gesonderten Urlaub wert. Mal sehen, vielleicht in den nächsten Jahren. Hinter Flensburg sind wir dann über die Grenze nach Dänemark gefahren.

Ganz ehrlich gefiel uns die Gegend hier nicht so wirklich. Eigentlich war es hier ziemlich langweilig. Wir sind dann durchgefahren bis Römö. Römö ist eine Halbinsel nördlich von Sylt. Sie wird bestimmt von einer Dünenlandschaft und dem Wattenmeer, ähnlich wie Sylt. Diese Insel wird durch günstige Witterungsbedingungen im Gegensatz zu Sylt immer größer, da neuer Sand angespült wird. Der Campingplatz lag direkt am Meer. Strand gibt es jedoch nicht, die Dünen gehen direkt bis zum Meer. Es war sehr stürmisch und es regnete auch teilweise. Wir haben zwar schöne Spaziergänge gemacht, auch bis zum Fährhaften, aber es war leider doch sehr frostig. Am ersten Abend ging ein Wahnsinns Gewitter runter. Angesichts der Wetterlage und der doch anstrengenden Anfahrt, entschlossen wir uns auf dem Campingplatz zwei Tage zu bleiben. Da es Pfingsten war und wir anscheinend einen sehr angesagten Campingplatz erwischt hatten, war es sehr laut bis spät in die Nacht. Naja, die weiteren Campingplätze waren alle viel schöner.

Wir besichtigten vor dem Verlassen von Römö noch die zum offenen Meer gelegene Küstenseite der Insel. Hier gibt es große breite Strände. Zufällig fuhren wir hinter einem Bus her, der Richtung Strand fuhr. Er fuhr immer weiter, es schien ihn nicht zu kümmern, das gleich nur noch Sand kommen würde. Na, was der kann müssen wir doch auch können, oder? Also fuhren wir tapfer hinter ihm her. Und tatsächlich, er fuhr direkt auf den Strand und fand sich in bester Gesellschaft. Hier standen ganz viele Autos mitten auf dem Strand. Wir konnten es kaum glauben. O.K. noch staunten wir, aber es scheint in Dänemark üblich zu sein auf dem Strand zu fahren. Es gab sogar Straßenschilder und Wegweiser. Aber beim ersten Mal fanden wir es nur unglaublich (in Deutschland nicht dran zu denken).

Wieder auf dem Festland fuhren wir nach Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks. Wir wandelten auf den Spuren der Wikinger im Wikinger Museum. Sehr interessant das Museum, weniger die Stadt. Der große Dom schien ziemlich verbaut zu sein. Hier trafen sich mehrere Baustile, die in meinen Augen nicht miteinander harmonierten. Etwas im Landesinneren gab es einen hübschen Blumengarten. Wir brauchten etwas, bis wir ihn fanden, aber es lohnt sich, auch wenn zur Zeit nicht viel blühte.

Eine besonders schöne Fahrt ist entlang dem Ringkobing Fjord und dem Nissum Fjord. Die Strasse geht über einen schmalen Damm, der den Fjord vom Meer abtrennt. Viele Kilometer fuhren wir über den Damm, der mal schmaler, mal breiter wird. Selbst kleine Ortschaften gibt es hier und natürlich viele Ferienhäuser, die in den Dünen liegen. Etwa in der Mitte des Nissum Fjord gibt es ein tolles Strandungsmuseum, das von den gestrandeten Schiffen vor der dänischen Küste erzählt. Viele geborgene bzw. gestrandete Fundstücke werden gezeigt. Wir konnten sogar in dem Museum durch ein Periskop nach draußen aufs Meer und die Gegend schauen, dass war ja ein großer Spaß. Sehr sehenswert, dieses Museum kann man wirklich empfehlen. Abends standen wir auf einem der schönsten Campingplätze unserer Reise. Direkt am Limfjord bei Humlum lag dieser traumhafte Platz. Wir hatten einen schönen Blick und standen direkt an einem kleinen Hafen mit Fischerbooten.

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