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Diesmal entschlossen wir uns wieder für Frankreich. Das Ziel hieß Provence. Aber bis dahin war ein weiter Weg. Am ersten Tag fuhren wir bis Luxembourg. Dort gab es einen Stellplatz, der nicht schön aber kostenlos war. Dafür
gab es fussläufig ein Naturschutzgebiet, in dem wir gut mit Linda laufen konnten. Früh am nächsten Morgen fuhren wir über die französische Grenze. eigentlich wollten wir in das Bergstädtchen Thann. Dort sollte es sehr schön
sein. Als wir ankamen herrschte dort eine Hitze, die kaum auszuhalten war. Außerdem haben wir scheinbar einen Festtag erwischt, denn der Ort und der Stellplatz waren gerammelt voll. Schnell sind wir geflüchtet in Richtung
Mühlhouse. Vor den Toren der Stadt gibt es ein Freilichtmuseum (Ecomusee), auf dessen Parkplatz man übernachten darf. Man steht dort sehr schön unter Bäumen. Es ist sehr ruhig und man hat viel Platz. Den Park schauten wir uns
am nächsten Tag an. Aber die erste Attraktion erwartete uns schon während des Abendessens, welches wir im Freien einnahmen. Der Park beherbergt 23 Storchennester. Einer dieser Gesellen besuchte uns. Er war sehr zutraulich und
ließ sich fotografieren. Auch am nächsten Tag hatten wir und andere Parkbesucher Kontakt mit den gar nicht scheuen Tieren. Diese wurden natürlich mit allem möglichem gefüttert, was ich eigentlich nicht so toll fand, da Chips
bestimmt kein gutes Vogelfutter sind. Aber schön war es, die Störche mal so nah betrachten zu können. Der Park war riesig und zeigte die Häuser und die Arbeit der Menschen im vorigen Jahrhunderten. Wir verbrachten einen schönen
Tag dort. Nachts blieben wir auf dem Parkplatz.
Die nächste Station war Besancon. Sie liegt am Doubs. Das Tal des Doubs ist sehr hübsch. Die Stadt hat eine große Citadelle, die wir besichtigt haben. In dieser Citadelle befinden sich mehrere Attraktionen. So gibt es ein
Museum über den 2. Weltkrieg. Es ist sehr bedrückend. Der 2. Stock warnt Kinder vor dem Besuch, weil hier schonungslos die schrecklichsten, menschenverachtendsten Bilder gezeigt werden. Ich war froh wieder draußen zu sein. Es
gibt ein Haus mit einem Aquarium. In einem Becken konnte man kleine und große Fische streicheln. Ja wirklich, sobald man den Arm ins Wasser hielt, kamen die Fische an. Ich fand das sehr schön, die Tiere berühren zu können.
Christian war nicht so angetan. Ferner gab es einen ganzen Zoo auf dem Gelände. Tiger, Löwen, Affen usw. konnten ganz nah beobachtet werden. Alles konnten wir uns gar nicht ansehen.
Irgendwas fehlte uns noch in unserem Urlaub. Wir sahen zwar viel, aber die Landschaft war halt auch nicht viel anders als bei uns im Bergischen Land. Außerdem waren die Strecken alle sehr weit und wir glaubten nicht wirklich
daran unser Endziel zu erreichen. 70 PS für ein vollbepacktes Womo sind halt nicht allzu schnell. So trödelten wir noch weiter und kamen an den Lac Chalain. Wir wanderten einen Wasserfall hinauf, der teilweise spektakulär den
Fels herunterschoss. Der Campingplatz war direkt am See. Er war zwar sehr teuer, aber bot eigentlich alles, was man so braucht, oder auch nicht. Hier blieben wir zwei Tage bei schönem Wetter. Wir gingen wandern und ruhten uns
aus.
Aber wie gesagt, so richtig befriedigte uns das nicht. Also machten wir nun Nägel mit Köpfen und nach zwei Tagen, die wir fast nur gefahren sind, erreichen wir die Provence. Es ging auf der Fahrt immer an der Rhone entlang,
die uns stark an den Rhein erinnerte.
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