Texel

Nach unserem anstrengenden Schottland/Irland-Urlaub wollten wir noch eine geruhsame Woche im Wohnmobil verbringen. Wir entschlossen uns, nach Texel zu fahren. Im Herbst ein durchaus lohnendes Ziel. Nur wenige Touristen sind noch auf der Insel. Die Campingplätze sind Ende Oktober schon vielfach geschlossen. Wir fanden aber in dem kleinen Ort De Koog einen sehr schönen Platz. Das Wetter spielte mit. Von wärmender Sonne bis Sturm war alles dabei. Unsere Hündin Linda hatte ihre wahre Freude am fast menschenleeren Strand. Wir sind endlos spazierengegangen. Eine wunderschöne Dünenlandschaft lädt dazu ein. In dieser Jahreszeit (außerhalb der Brutzeiten) ist es auch erlaubt, durch die streng geschützten Bereiche zu laufen.

Einen Tag haben wir eine Inselrundfahrt gemacht. Wir haben die “Hauptstadt” Den Burg angefahren. Ein sehr hübsches Örtchen mit einer Fußgängerzone, die zum bummeln einlädt. Schöne Andenkenläden mit durchaus preiswerten Mitbringseln findet man. Wir fuhren weiter nach Oudeschield, einer kleinen Hafenstadt im Osten der Insel. Dort lag ein Segelschiff, Baujahr 1700, im Originalzustand, welches unter einer russischen Besatzung über die Meere fährt. Gegend Abend fuhren wir dann noch zum Leuchtturm im Norden der Insel. Sehr beeindruckend ist  der rote Turm, direkt am Strand.

Einen weiteren Ausflug unternahmen wir zur Seehundauffangstation “EcoMare”. Diese kann man besuchen und erfährt viel über das Meeresleben. Um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr werden die Seehunde gefüttert. Ein Spektakel, dass man sich nicht entgehen lassen sollte. Die Tierpfleger füttern ihre kleinen Schützlinge mit Fisch und erzählen dabei über ihre Arbeit. Die Möwen warten auch immer schon auf die Fütterung und klauen dann den Seehunden die Fische aus dem Maul, sogar unter Wasser.

Wir waren gerne auf Texel und können es daher weiterempfehlen. Entsetzt haben uns die tausenden Parkplätze vor den Stränden. Man erwartet im Sommer scheinbar zahllose Gäste. Für uns ist diese Jahreszeit daher weniger geeignet.

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